
Imbolc: Wenn das Licht zurückkehrt
Am 1. oder 2. Februar feiern wir Imbolc – das Fest des zurückkehrenden Lichts. Die keltische Göttin Brigid übernimmt den Kraftstab vom Winter. Die ersten Schneeglöckchen durchbrechen den gefrorenen Boden.
Die 8 Jahreskreisfeste 2026:
Das Rad des Jahres - Sonnenfeste, Mondfeste und die dreigestaltige Göttin
Das Jahr ist mehr als eine Aneinanderreihung von Monaten. Es ist ein Rad, das sich dreht – ein Zyklus von Werden und Vergehen, von Licht und Dunkelheit, von Aktivität und Ruhe.
Unsere Vorfahren im deutschsprachigen Raum feierten acht Feste im Jahr, die diesen natürlichen Rhythmus markieren. Vier Sonnenfeste (Sonnenwenden und Tag-und-Nacht-Gleichen) und vier Mondfeste (die energetischen Wendepunkte dazwischen).
In diesem Artikel erfährst du:
Dieser Artikel ist dein Einstieg ins Rad des Jahres. Zu jedem Fest gibt es später ausführliche Einzelartikel.
Der Jahreskreis (auch Rad des Jahres genannt) ist ein zyklisches System aus acht Festen, das den Rhythmus der Natur widerspiegelt.

Die Grundidee:
Die Natur folgt einem ewigen Zyklus:
Unsere Vorfahren lebten mit diesem Rhythmus, nicht gegen ihn. Die acht Feste markieren die wichtigsten Wendepunkte im Jahr.
Woher kommt das System?
Die Feste haben keltische, germanische und alpine Wurzeln. Vieles wurde später christianisiert (Weihnachten, Ostern, Allerheiligen), aber die ursprünglichen Bedeutungen schimmern durch.
Für wen ist der Jahreskreis heute relevant?
Für alle, die:
Du musst nicht „Heide“ oder „spirituell“ sein – die Feste funktionieren für jeden, der offen ist.
Ein roter Faden durch das Jahr ist die dreigestaltige Göttin – im deutschsprachigen Raum oft als Frau Holle oder Perchta bekannt.

Sie erscheint in drei Aspekten, die den Lebenszyklus widerspiegeln:
Die weiße Göttin (Frühling / Frühsommer)
Die rote Göttin (Sommer / Frühherbst)
Die schwarze Göttin (Herbst / Winter)
Wichtig: Dies ist kein Gegensatz, sondern ein Kontinuum. Die Göttin verwandelt sich, stirbt nicht. Wie die Natur im ewigen Wandel.
Im Jahreskreis siehst du diesen Wandel: Von der strengen Perchta im Winter zur strahlenden Holda im Frühling zur mütterlichen Erdgöttin im Sommer – und wieder zurück.
Die acht Feste teilen sich in zwei Gruppen:
Sonnenfeste (4 Feste)
Was sind sie? Die astronomischen Wendepunkte der Sonne:

Charakter:
Die 4 Sonnenfeste:
Mondfeste (4 Feste)
Was sind sie? Die energetischen Wendepunkte zwischen den Sonnenfesten – ursprünglich oft am Vollmond gefeiert.
Charakter:
Die 4 Mondfeste:
Zusammen bilden sie das vollständige Rad – Sonne und Mond, Yang und Yin, Außen und Innen.
Jetzt schauen wir uns jedes Fest kurz an – mit Datum 2026, Bedeutung und typischen Ritualen.
Wir beginnen mit Jul (Wintersonnenwende), dem Fest der Wiedergeburt des Lichts.
Art: Sonnenfest
Datum 2026: 21. Dezember 2025, 10:21 MEZ
Göttin: Die schwarze Göttin gebiert das Lichtkind

Bedeutung:
Die längste Nacht des Jahres – der Tiefpunkt der Dunkelheit. Aber in dieser Nacht geschieht die Wiedergeburt des Lichts: Die Erdgöttin gebiert in der „Mutternacht“ das Sonnenkind.
Ab jetzt werden die Tage wieder länger. Das Licht kehrt zurück – erst unmerklich, dann immer stärker.
Mit Jul beginnen auch die 12 Rauhnächte (21. Dez bis 6. Jan) – eine magische Schwellenzeit.
Typische Rituale:
Speisen: Schweinebraten, Stollen, Äpfel, Nüsse
Art: Mondfest
Datum 2026: 1. Februar 2026 (Vollmond: 23:09 MEZ!)
Göttin: Verwandlung von schwarz zu weiß – die junge Göttin erwacht

Imbolc (sprich: Im-olk) bedeutet „im Bauch“ – die Erde ist schwanger mit neuem Leben. Unter der Schneedecke keimen die Samen. Die Lämmer werden geboren, es gibt frische Milch.
Die schwarze Perchta verwandelt sich zur weißen Holda. Das Licht gewinnt spürbar an Kraft.
Es ist ein Fest der Reinigung und des Neubeginns.
Typische Rituale:
Pflanzen: Birke, Schneeglöckchen
➡️ Ausführliche Artikel verfügbar: Teil 1 (Theorie) + Teil 2 (Rituale)
Art: Sonnenfest
Datum 2026: 20. März 2026, 10:01 MEZ
Göttin: Die weiße Göttin in voller Kraft

Bedeutung:
Tag und Nacht sind gleich lang – das Licht gewinnt endgültig. Der Frühling bricht vollends aus. Überall blüht und grünt es.
Die junge Göttin (Ostara, Eos, Eostre) schreitet über das Land. Der „Grüne Mann“ – die männliche Vegetation – erwacht ebenfalls.
Es ist ein Fest des Neubeginns, des Säens und der Balance.
Typische Rituale:
Pflanzen: Weide, Primel, erste Wildkräuter
➡️ Ausführlicher Artikel folgt
Art: Mondfest
Datum 2026: Nacht vom 30. April auf 1. Mai 2026
Göttin: Verwandlung von weiß zu rot – die Jungfrau wird zur Mutter

Bedeutung:
Beltane (auch Walpurgis) ist das Fest der Fruchtbarkeit und Lebenslust. Die Natur explodiert in ihrer Kraft. Es ist die Zeit der „Heiligen Hochzeit“ (Hieros Gamos) – Himmel und Erde vereinen sich.
Die weiße Jungfrau wird zur roten Mutter. Das Sommerhalbjahr beginnt.
Es ist ein Fest der Freude, Sexualität und Lebenskraft.
Typische Rituale:
Pflanzen: Weißdorn, Waldmeister, Flieder
➡️ Ausführlicher Artikel folgt
Art: Sonnenfest
Datum 2026: 20. Juni 2026, 22:50 MESZ
Göttin: Die rote Göttin auf dem Höhepunkt

Bedeutung:
Der längste Tag des Jahres – der Höhepunkt der Sonnenkraft. Die Natur steht in voller Blüte. Es ist die Zeit der größten Fülle und Aktivität.
Aber: Ab morgen werden die Tage wieder kürzer. Der Wendepunkt ist erreicht.
Es ist ein Fest des Feierns, aber auch des Wissens: Nichts bleibt auf dem Höhepunkt.
Typische Rituale:
Pflanzen: Johanniskraut, Arnika, Beifuß, Schafgarbe
➡️ Ausführlicher Artikel folgt
Art: Mondfest
Datum 2026: 1. August 2026 (manchmal auch 15. August)
Göttin: Übergang von rot zu schwarz beginnt

Bedeutung:
Lughnasadh (sprich: Loo-na-sa) ist das Fest des ersten Ernteschnitts. Das Getreide ist reif. Der Gott Lugh (oder der Kornkönig) opfert sich im Getreide, um die Menschen zu nähren.
Es ist die Zeit der klaren Schnitte und Entscheidungen. Was ist reif? Was muss geerntet werden?
Die rote Göttin beginnt, sich zur schwarzen zu wandeln – noch unmerklich.
Typische Rituale:
Pflanzen: Königskerze, Getreide, Brombeeren
➡️ Ausführlicher Artikel folgt
Art: Sonnenfest
Datum 2026: 22. September 2026, 14:43 MESZ
Göttin: Die schwarze Göttin kehrt zurück

Bedeutung:
Tag und Nacht sind wieder gleich lang – aber diesmal kippt das Gleichgewicht zur Dunkelheit. Der Herbst ist da. Die Ernte ist eingebracht.
Mabon ist das Hauptfest des Erntedanks. Wir danken für das, was war, und bereiten uns auf den Winter vor. Der Sonnengott zieht sich in die Unterwelt zurück.
Es ist ein Fest der Dankbarkeit, des Loslassens und der Vorbereitung.
Typische Rituale:
Pflanzen: Wein, Äpfel, Hagebutten, Holunder
➡️ Ausführlicher Artikel folgt
Art: Mondfest
Datum 2026: 31. Oktober 2026
Göttin: Die schwarze Göttin herrscht – Tor zur dunklen Zeit

Bedeutung:
Samhain (sprich: Sow-in) ist das keltische Neujahr und schließt den Jahreskreis. Die Schleier zwischen den Welten sind dünn – Kontakt zu Verstorbenen ist möglich.
Es ist ein Fest des Loslassens und der Einkehr. Die Natur stirbt ab, zieht sich zurück. Auch wir dürfen loslassen, was nicht mehr dient.
Die dunkle Zeit beginnt – bis zur Wiedergeburt des Lichts zu Jul.
Typische Rituale:
Pflanzen: Eibe, Efeu, Wacholder
➡️ Ausführlicher Artikel folgt
Und damit schließt sich das Rad. Nach Samhain kommt wieder Jul – und der Zyklus beginnt von neuem.

„Das klingt ja alles schön – aber wo fange ich an?“
Gute Frage! Hier ein paar praktische Tipps:
Fang klein an
Du musst nicht alle 8 Feste perfekt feiern. Such dir erstmal 2-3 aus, die dich ansprechen.
Viele beginnen mit:
Es darf einfach sein
Ein Fest „feiern“ kann bedeuten:
Alles ist richtig. Die Göttin freut sich über jede Aufmerksamkeit.
Verbinde dich mit der Natur
Das Wichtigste: Geh raus!
Die Feste ergeben sich fast von selbst, wenn du die Natur beobachtest.
Nutze die Einzelartikel
Zu jedem Fest gibt es (oder wird es geben) einen ausführlichen Artikel mit:
Start mit dem nächsten Fest, das ansteht!

Das Rad des Jahres ist kein antikes Relikt – es ist lebendig.
Jeden Tag dreht es sich ein Stückchen weiter. Jeden Monat ändert sich die Energie. Jedes Fest markiert einen Wendepunkt.
Und du – du bist Teil dieses Rades. Du atmest mit der Erde. Du wächst im Frühling, blühst im Sommer, erntest im Herbst, ruhst im Winter.
Die dreigestaltige Göttin begleitet dich durch alle Phasen:
Das nächste Fest im Jahr 2026 ist Imbolc am 1. Februar – das Lichtfest, wenn die weiße Göttin erwacht.
Aber welches Fest als nächstes für dich kommt, hängt davon ab, wann du diesen Artikel liest.
Schau aus dem Fenster. Was siehst du? Wo steht die Natur gerade? Das ist dein Einstieg.
Willkommen im Rad des Jahres. 🎡
„Das Rad dreht sich.
Die Göttin wandelt sich.
Die Natur atmet.
Und du – du bist Teil davon.“

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